Historie
Historie des Künstlerhauses Bekonder Str. 13, Föhren


1977
Ulrike und Edward Naujok kaufen das ca. 100 Jahre alte Bauernhaus und wohnen dort mit ihren drei Kindern


1994 Tod von Ulrike Naujok


1994
Graffiti Sprayaktion:
Edward Naujok sprayt die Fassade und Giebelseite seines Wohnhauses gemeinsam mit seinen Kindern und Freunden

Aufforderung durch die Kreisverwaltung Trier-Saarburg an Edward Naujok auf Entfernen des Graffiti. Edward Naujok weigert sich und beruft sich auf die Kunstfreiheit.
Es folgt ein jahrelanger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen.


1995
Annamalt und Edward Naujok schmieden erste Pläne für ein Künstlerhaus.


1997
Ortsbesichtigung in Föhren durch fünf Richter des Oberverwaltungsgerichts Koblenz
Urteilsverkündung: Edward Naujok gewinnt den Rechtsstreit.
Das Oberlandesgericht Koblenz hält in einem Grundsatzurteil fest:
Kunstfreiheit steht über Baurecht,
Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein Kunstwerk nach §
Graffiti ist eine anerkannte Kunstform.


1997
Motiviert durch das Urteil beschließt das Künstlerpaar noch im gleichen Jahr mit dem Umbau und der Generalsanierung des Hauses zu beginnen.


1998 – 2000
Komplettsanierung und Umbau zumeist in Eigenleistung


ab 2000
künstlerische Gestaltung der Wohnräume
der bunte Mercedes wird auseinander geschnitten und eine Hälfte davon an der Fassade verankert


2001-2005
weitere künstlerische Ausgestaltung der Innen- und Außenflächen


2003
Kunstaktionen gegen den Irakkrieg: Ausdruck der gewonnenen künstlerischen Freiheit


2005
mehrere Tage der offenen Tür.
Das bunte Haus wird auch in Zukunft zu einem offenen Haus für Kunstinteressierte


2006
Wandmalerei und Graffiti an der Rückseite des Hauses

2007
Wandmalerei und Graffiti an der Giebelseite „Stelzengänger“

2008
Wandmalerei und Graffiti Giebelseite zum Hof „Olympiade der Maulkörbe“ Kunstaktion auf dem Hof „Olympiade der Maulkörbe – Verlierer sind die Menschenrechte“

2009
Wandmalerei und Graffiti an der Fassade „Wünsche wachsen schneller als das Bewusstsein“ Fassade: Aktion zur Bundestagswahl: „Deutschland schläft sich weiß“

2016 Tod von Edward Naujok.

2017
Annamalt beschließt das Künstlerhaus weiterzuführen und noch offener für Interessierte zu gestalten und das Gesamtkunstwerks weiter künstlerisch auszubauen.